Unterwegs mit dem Citypass

San Francisco, der zweite und dritte/letzte Tag

Nach meinem Ausflug nach Alcatraz wartete nun ein voll gepackter Tag mit Museumsbesuchen auf mich. Die Öffnungszeiten der Museen waren leider was für Langschläfer. Also vertrödelte ich meine Zeit mit Frühstücken und durch die Stadt latschen.

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Als erstes Stand der Besuch der Academy of Sciences auf dem Programm. Hier findet man in den für mich an ein kleines Fußballstadion erinnernden Bau einen Regenwald unter einer Glaskuppel mit allerlei Tropischen Vögeln und Schmetterlingen. Danach ging es in den Keller wo man ein Aquarium bestaunen konnte. Dieses ist meiner Meinung um einiges Beeindruckender, als das Aquarium am Pier 39 vom Vortag. Es gab auch einen Ausstellungsbereich zum Thema Klimaschutz und Umweltbewußtsein. Das ganze Museum ist mit vielen Erklärungstafeln versehen, die von Kindergärten und Schulen als Lehrpfad genutzt werden. Alles in allem sehr anschaulich dargestellt. Das Beste kam für mich zum Schluss: Im Gebäude gibt es auch noch ein Planetarium. Die Entstehungsgeschichte von Leben stand auf dem Programm. Die Projektion von leider nur 30 Minuten , war richtig gut gemacht und sollte eines der Tageshighlights werden.

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Gegenüber lag das Museum DeYoung. Ich wagte mich also in ein Kunstmuseum und traf auf Kunstgegenstände. Während ich so durch die Ausstellung schlenderte mehrte sich meine Befürchtung, dass ich nun wirklich kein Interesse an Gemälden und Skulpturen habe – aber es war im Citypass inklusive, also stapfte ich tapfer durchs Museum. Tatsächlich fand ich dann doch noch was interessantes. Das Gebäude hat einen hohen Turm von dem man einen ganz netten Ausblick hatte bzw. einen super Ausblick hätte, wenn da nicht die Wolken wären… Smiley

Zurück also in die Straßenbahn. Beide Museen liegen im Golden-Gate-Park. Dieser liegt etwas entfernt von der Brücke im Westen der Stadt. Ein netter Park mit vielen Wegen und natürlich Straßen, damit man ihn auch per Auto oder Bus erkunden kann. Gleich nebendran liegt die Uni und somit allerlei netter Cafés und Restaurants. Auch die Brauerei Social-Brewery war hier, hierzu aber später mehr.

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Zurück ging es also in die Stadt. Eigentlich stand nun das Museum of Modern Art auf dem Plan. Das Wetter wurde aber besser also bin ich zum Hafen, um dort meine Bootstour zu machen. Ebenfalls inklusive war nämlich eine Schiffsfahrt unter der Golden-Gate-Brücke hindurch. Da war sie also. Die Brücke, das Ziel meines Radlausfluges. Die Sonne gab ihr bestes, um Brücke und Skyline zum strahlen zu bringen. Die folgende Rückfahrt mit Umrundung von Alcatraz verbrachte ich am Heck und schaute der Brücke hinterher…

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Zurück am Festland ging es dann wieder mit dem Bus durch die Innenstadt. Die Buslinien 8x ist meiner Meinung nach einer der besseren. Die Busse stoppen ständig, stehen mehr als sie fahren und trotz Einbahnstraßen ruckelt man in Nord/Süd-Richtung über die Straßen. Die U-Bahn bedient nur die Ost-West-Verbindungen. Als Kölner kommen rund um Powell-Station schnell Heimatgedanken, ähnelt doch die Fahrt immer wieder mal an die U-Bahn-“Fahrten” zwischen Neumarkt und Dom. (Für die Nicht-Kölner: Die Bahnen behindern sich gegenseitig und es kommt zum stop and go). Selbst die Cablecars oder die alten Straßenbahnen der F-Linie kommen wie der gesamte Verkehr in der Stadt nicht ins fließen. Als Radfahrer hat man zwar kaum eigene Wege, allerdings hatte ich keine einzige knifflige Situation wegen schneidender Autofahrer oder gedankenlosen Fußgänger.

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Mein Ziel war übrigens nun das Museum of Modern Arts. Brauchte es noch eine Bestätigung, wahr spätestens nun klar, dass mich Kunstmuseen nicht der Kunst wegen interessieren. Das ein oder andere Bild sah schön aus, und ein paar drollige Figuren gab es zu sehen. Ich schlenderte trotzdem durch all die drei Ebenen und ließ die Anhäufung von Kunstgegenständen auf mich einprasseln. Der Audioguide führte leider nicht durch das Museum sondern erzählte nur zu einzelnen wenigen Ausstellungstücken Geschichten. Zum Abschluss gab es aber noch Filmkunst zu sehen. Leider nur ein Film von 12 Minuten über  eine Bandprobe. Man hatte das Gefühl selbst bei der Probe dabei zu sein. Gut gemacht!

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So endete dann mein großer Besichtigungstag und es ging zurück ins Hostel. Hier versuchte ich vergebens meine Pedale zu lösen. Auch im Bikeshop konnte man sie nicht lösen. Da wären also die guten drei Dinge. Nach dem gebrochenen Gepäckträger, dem blockierten Shifter nun die Pedale.

Aber zurück zum Vortag. Da war ja noch die Geschichte mit der Social-Brewery. Ich hatte morgens nach Brauereien in Google gesucht und bin auf eine in der Nähe der Uni mit guter Bewertung gestoßen. Als ich mir die Getränkeliste anguckte staunte ich nicht schlecht: Es gab KÖLSCH (und Alt)! Hier verbrachte ich dann meinen letzten Abend, begleitet von einer Radkollegin die den ganzen Stress mit der Pedal mitgefiebert hatte und traf dort noch auf zwei andere Mitreisenden der letzten Tage. Ich kann euch sagen, das Kölsch hat so etwas von gezischt  in meiner Kehle! Der Burger war ebenfalls Klasse und somit war der Abend gerettet.

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Am nächsten Morgen klärte sich das Problem aber im Bikeshop innerhalb von Sekunden. Man brauchte nur einen wirklich großen Schlüssel und zwei Versuche und der Kollege hatte die Pedale besiegt. Darauf gab es dann ein tolles Frühstücksandwich mit meinem ersten Brot, was wirklich wie zu Hause schmeckte in einem netten Café im Italienischen Viertel! Anschließend verpackte ich das Rad also wieder in einem Radkarton und wurde vom Shuttle zum Flughafen gefahren.

Am Flughafen ging alles ohne Probleme, einmal durch den Scanner und gut. Die Beamten waren, so denn sie denn gesprochen haben, freundlich und witzig drauf. Auch mein Rad musste ich nicht irgendwo hin schleppen, es wurde am Schalter abgeholt. Achja! Bei Airberlin am Schalter war zwar gut Betrieb aber auch nicht ausgelasteten Schalter für die Premium-Kunden haben die normalen Reihen mit abgefertigt. Mich haben sie sogar noch direkt aus der 5-Personen-Schlange heraus geholt.

Dann ging es schnell: Bierchen, Burger, Süßigkeiten, Dollars verbraucht, Feierabend.

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